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Gruendungsgeschichte

Die öffentliche Diskussion, welches System - Waldkindergarten oder Regelkindergarten - den Kindern die bessere Schulvorbereitung bietet, löste, verursacht durch die Untersuchungsergebnisse von Dr. Peter Häfner,  aus Bürgstadt, eine Welle des Nachdenkens aus. – Warum?

Dr. Peter Häfner verglich in seiner Doktorarbeit aus dem Jahr 2002 Waldkindergartenkinder und Regelkindergartenkinder in der 1. Grundschulklasse.  Sein Resümee: „An Hand der Resultate kann im Hinblick auf eine optimale Förderung der Kinder im Elementarbereich zunächst mal eine dezidierte Empfehlung für einen Aufenthalt in einem Waldkindergarten abgeleitet werden. Die Waldkindergartenkinder scheinen in allen untersuchten Bereichen, wenngleich individuell natürlich in unterschiedlicher Weise, von ihrem Kindergartenaufenthalt deutlich mehr zu profitieren als ihre Vergleichsgruppe aus dem Regelkindergarten. Das ist zunächst einmal eine Feststellung, die an dieser Stelle getroffen werden kann und nach den Ergebnissen auch so getroffen werden muss. Darüber hinaus könnte man aber auch einer differenzierteren Betrachtungsweise folgen, nach der nicht immer unbedingt eine der beiden Untersuchungsgruppen als „Gesamt-Siegerin" angesehen werden muss, sondern nach der die jeweiligen Vorzüge und Nachteile von Regel- und Waldkindergarten sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Das soll hier einmal im Hinblick darauf geschehen, dass beide Arten von Kindergärten nach den Ergebnissen der vorliegenden Untersuchung in bestimmten Bereichen voneinander lernen könnten und zwar genau da, wo sich der andere Kindergartentyp in der Untersuchung als „überlegen" zeigen konnte. Eine offene und entwicklungsorientierte Konzeption in einem Kindergarten sollte es möglich machen, erfolgversprechende Teile eines anderen Erziehungskonzepts in die eigene tägliche Arbeit mit zu übernehmen, um die Kinder bestmöglich auf die späteren Anforderungen ihres Schülerlebens vorzubereiten." 1)

Dieses Ergebnis animierte uns, beide Kindergarten-Typen miteinander zu verknüpfen, um somit eine optimierte Schulvorbereitung zu leisten. Nicht zuletzt dank unseres günstigen Standortes (der Kindergarten liegt direkt neben dem Wald) war ein neues Konzept geboren.

Die Gespräche mit der Kirchenverwaltung (Träger) fielen auf fruchtbaren Boden.

Auch bei den Gemeindevertretern fanden wir ein offenes Ohr für unser Vorhaben. Sie unterstützten uns, indem sie ein Waldgrundstück zur Verfügung stellten und den zuständigen Förster damit beauftragten, die Sicherheit des Grundstücks regelmäßig zu überprüfen.

Auch der Turnverein Hofstetten war unserem Projekt wohl gesonnen und überließ uns seine „Halle am Bergsportplatz" als Unterstand bei extremen Witterungsverhältnissen.

 

Den Eltern wurde im Rahmen eines Elternabends das neue Konzept ausführlich vom Kindergartenpersonal vorgestellt. Die Elternschaft äußerte sich durchweg positiv zu der vorgesehenen Waldgruppe und sagte ihre Unterstützung zu.

 

Quellenhinweis:

1) Häfner, Dr. Peter: Natur- und Waldkindergärten in Deutschland - eine Alternative zum Regelkindergarten in der vorschulischen Erziehung, 18.10.2002, S. 161 f.(http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/volltexte/2003/3135/pdf/Doktorarbeit_Peter_Haefner.pdf)

 

Die neu gegründete Waldgruppe gab sich den Namen Pusteblume.

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